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Ausflugsziele auf Kuba

Die schönsten Ausflugsziele auf Kuba

Der Soroa Wasserfall ist eines der Highlights auf Kuba.

Wasserfall auf Kuba:

Der Soroa Wasserfall ist eines der Highlights auf Kuba.

Kuba bietet neben vielen Nationalparks und Naturreservaten eine Menge an kolonialistischen Attraktionen und lässt das Herz von Oldtimerfreunden höher schlagen. Wer an Kuba denkt, denkt unwillkürlich an Zigarren, Baccardi und an Che Guevara, dem Idol der 68er Generation. Wem bei dem Wort Kuba diese Dinge einfallen, hat vollkommen Recht. Jedes dieser drei Dinge steht für etwas, was Kuba und die Bevölkerung von Kuba geprägt hat.

Während eines Aufenthaltes in Kuba, sollte auf keinen Fall ein Ausflug in die Hauptstadt von Kuba unterlassen werden. Havanna ist eine koloniale Perle, die sich trotz des seit über vierzig Jahren währenden Kommunismus auf Kuba, ihren Stolz bewahrt hat. An dieser Stelle muss erwähnt werden, das Havanna sich auch gerade wegen des vierzig Jahre währenden Kommunismus seinen Stolz und seine Schönheit bewahren konnte, da die alten Gebäuden nicht Neubauten weichen mussten.

Havanna ist schon immer der wichtigste Hafen von Kuba. Diesen Reichtum aus vergangener Zeit sieht man Kuba heute noch an. Von der Ave. De Puerto hat man die beste Sicht auf die auf der gegenüberliegenden Seite der bucht von Havanna liegende Festung La Cabana, welche ab 1763 auf Befehl des spanischen Königs Karl III. erbaut worden ist. Ebenfalls am nordöstlichen Ufer der Bucht befindet sich das Castillo del Morro. Auf dem südwestlichen Ufer der Bucht von Havanna befindet sich das Castillo de la Fuerza und das Castillo de la Punta. Diese vier Festungen haben während der gesamten kolonialen Phase von Kuba die Hauptstadt Havanna mit dem wichtigsten Hafen von Kuba geschützt. Auf der „anderen Seite“ der Bucht steht, ähnlich wie in Rio de Janeiro, eine 1958 errichtete Christus Statur. Von der Christus Statur aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Altstadt und den Hafen.

Die Altstadt von Havanna ist 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Seit dieser Zeit ist die Regierung von Kuba sehr darauf bedacht die historische Altstadt von Havanna zu restaurieren. Zu den bedeutenden Bauten der Altstadt gehört die Kathedrale San Christobal de La Habana und die heutige spanische Botschaft. Auch sind weitere schöne Barockbauten und Barockplätze in der Altstadt von Havanna erhalten, wie etwa Condes de Casa-Bayona, Marqueses de Arcos, die Plaza de la Cathedral und Marquesas de Aguas Claras.

Wie es vor einer schmucken Restaurierung in Havanna überall ausgesehen hat, kann noch heute im Centro Habana, einem Stadtteil von Havanna sehen. Er ist das ärmste Stadtviertel in Havanna und auch das ursprünglichste.

In dem Viertel Centro Habana sind auch die meisten der legendären Oldtimer zu finden. In Havanna fahren Automobile im täglichen Straßenverkehr nach denen sich die Museen in Europa und in Amerika die Finger lecken. Viele der Autos sind von ihren Besitzern noch vor der Revolution 1959 gekauft worden. Durch das Wirtschaftsembargo kommen keine Neuwagen nach Kuba, so dass der alte Wagen gepflegt und repariert werden muss, bis zum bitteren Ende. Was für Besucher von Havanna eine Attraktion der Stadt und von Kuba insgesamt ist, ist für den Besitzer des Oldtimers eher eine Notlösung, was aber nicht heißen soll, das der Besitzer sein Auto in den letzten vierzig Jahren nicht lieb gewonnen hat.

Des weiteren ist in Havanna auf jeden Fall das Kapitol und der Plaza de la Revolucion ein Muss für jeden Besucher. Auf der Plaza de la Revolucion befindet sich auch die Büste des kubanischen Schriftstellers und Revolutionshelden Jose Marti. Jose Marti ist am 28. Januar 1853 in Havanna geboren worden.

Während der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts erhält der Art Deco Stil in Havanna Einzug. Zu den bedeutenden Bauwerken des Art Deco zählen in Havanna die Universität, das Kapitol und das Hotel National de Cuba.

Durch sehr viele Einwanderer aus Spanien hat sich auch der Neoklassizismus auf Kuba verbreitet. Mit Jean-Claude Nicolas Forestier wirkt über fünf Jahre hinweg der führende Architekt des Neoklassizismus in Havanna. Er hinterlässt der Stadt den Vedado District. Zu den prominentesten Gebäuden im neoklassizistischen Stil gelten das Große Theater, der Edificio Raquel und Aldama Palast.

Bei einem Besuch in Havanna lohnt es sich, nicht einfach nur einmal durch die Altstadt zu laufen. Die Rast in einem der bei Einheimischen sehr beliebten Cafés oder Bars ist auf jeden Fall zu empfehlen. Einfach zurück lehnen und das karibische Flair genießen. Wem eine einfache Bar nicht reicht, kann sich den Stammsitz der Firma Barcadi anschauen. 1862 gründet, der aus Spanien eingewanderte Facundo Bacardi Masso in Havanna eine Rumdestillerie. Heute ist die Firma Barcadi, welche ihren Firmenhauptsitz inzwischen auf den Bermudas hat, eine der größten Spirituosenfirmen weltweit.

Auch darf bei der Erkundung Havannas der Besuch in einer Zigarrenfabrik nicht fehlen. Nur hier in Havanna dürfen die Havanna Zigarren hergestellt werden. Andere Zigarren, die nicht aus Havanna stammen, dürfen sich nicht als solche bezeichnen, ähnlich, wie ein Champagner nur aus der Champagne kommen darf. In einer solchen Zigarrenfabrik können die Einwohner von Kuba bei ihrer filigranen Arbeit beobachtet werden. Nicht selten haben die Arbeiter selbst eine dicke Havanna im Mundwinkel, während sie eben solche herstellen. Sowohl in den Alkoholdestillerien als auch in den Zigarrenfabriken können die Erzeugnisse kostengünstig erworben werden.

Je nachdem wo man sich als Besucher von Kuba befindet, hat man entweder verschiedene Möglichkeiten an Attraktionen im Westen von Kuba oder an Attraktionen im Osten von Kuba. Zum Beispiel sind Ausflüge von Varadero nach Santiago de Cuba nur schwer möglich. Für solche Ausflüge muss mit einem Inlandsflug gearbeitet werden.

Ohne die üblichen Pauschalreisen kann das sehr gut ausgebaute und nur wenig befahrene Straßennetz genutzt werden. In Westost Richtung liegt die so genannte Autopista, eine Autobahn, die durch ganz Kuba führt. Möchte man individuell auf Kuba reisen, ist dies kein Problem, solange eine Hotelbuchung nachgewiesen werden kann.

Von Havanna und Varadero aus gibt es einige Ausflugsmöglichkeiten auf Kuba. In der Provinz Pinar del Rio befinden sich die bekannten Mogetes, mit Pflanzen bewachsene Kegelfelsen. In dieser karstigen Landschaft befinden sich auch viele Tropfsteinhöhlen, die zum Teil auch für Besucher geöffnet sind. Die bekannteste dieser Tropfsteinhöhlen ist die Cueva del Indio, welche in einem unterirdischen Fluss endet. In den Hügeln von Pinar del Rio befindet sich auch die Sierra del Rosario, welche zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. In der alten Kolonialstadt Pinar del Rio befindet sich die Tabakfabrik von Francisco Donatien. In der Provinz Pinar del Rio werden etwa 75 % des gesamten kubanischen Tabaks angebaut.

Ebenfalls in der Provinz Pinar del Rio befindet sich die Soroa Region. In dieser bergigen, hügeligen Landschaft gibt es einen Orchideenpark, der seines gleichen sucht. Etwa 700 Orchideenarten haben im Soroa Park ihre Heimat gefunden. Davon existieren mehr als 250 davon nur auf Kuba. Ebenfalls berühmt ist der Soroa Wasserfall. Der Wasserfall ist ein beliebtes Fotomotiv, da er quasi eine natürliche Dusche in der Natur darstellt.

In vom Tourismus verschonte Gebiete gelangt man bei einem Besuch auf der Zapata Halbinsel. Die Zapata Halbinsel liegt im Süden von Kuba und ist Nationalpark. Große Teile der Halbinsel sind nur mit autorisierten Führern zu besichtigen. Zapata der einzige Ort auf der Welt, in dem das Kubakrokodil in seiner natürlichen Umgebung heimisch ist.

Ein absolutes Muss für jeden 68er und die, welche noch immer den Idealen der 68er Zeit treu sind, ist der Besuch von Santa Clara. In Santa Clara hat Ernesto „Che“ Guevara seinen ersten großen militärischen Erfolg gefeiert, in dem er die Stadt während der kubanischen Revolution eingenommen hat und somit den Weg für Fidel Castro bereitet, sicher nach Havanna zu ziehen um es einzunehmen. Nachdem die Gebeine von „Che“, der in Bolivien erschossen worden ist, erst 1997 neben einem Flugfeld in Bolivien gefunden worden sind, ist Ernesto „Che“ Guevara nach Kuba überführt worden. In Santa Clara in der Stätte seines größten Triumphs ist eine pompöse Gedenkstätte für ihn erbaut worden. Neben dem Mausoleum und einer Statur auf der Plaza de la Revolution gibt es auch ein Ernesto Che Guevara Museum in Santa Clara.

In der Mitte der Südküste liegt die kleine Stadt Trinidad. Trinidad hat zwar nur ca. 35.000 Einwohner, ist aber eine Perle auf Kuba. In Trinidad, was schon sehr früh von den umliegenden Zuckerplantagen profitiert hat, gibt es sehr viele koloniale Villen zu sehen. Ein weiteres Highlight von Trinidad ist die einzige Kirche auf Kuba, die fünf Kirchenschiffe besitzt. Entgegen der landläufigen Ansicht, handelt es sich bei Santisima nicht um eine Kathedrale. Trinidad gehört zum Bistum Santa Clara. Weitere Attraktionen von Trinidad sind die Plaza Major und das stadthistorische Museum von Trinidad. Zusammen mit den Zuckerrohrplantagen im Valle de los Ingenios ist die Stadt Trinidad zum UNESCO Weltkulturerbe bestimmt worden.

Baracoa ist die erste von Spaniern auf Kuba gegründete Stadt. Bereits 1511 ist die Baracoa von Diego Velazquez de Cuellar gegründet worden, in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der Columbus zum ersten mal Kuba betreten hat. Baracoa befindet sich in der östlichsten Provinz von Kuba. Aus Ausflugsziel wird Baracoa von Holguin und Cayo Coco angeboten. Die Stadt Baracoa ist mit einer pittoresken Uferpromenade verziert und hat wunderschöne kleine Häuser im karibischen und kolonialen Stil zu bieten.

In ständiger Konkurrenz und ewiger Hassliebe mit Havanna, wie zum Beispiel zwischen Frankfurt und Offenbach oder Düsseldorf und Köln, befindet sich Santiago de Cuba. Santiago. Santiago de Cuba ist die zweitgrößte Stadt auf Kuba und steht immer im Schatten der Perle der Karibik, Havanna. Ein Ausflug von Holguin oder Cayo Coco lohnt sich jedoch, da Santiago de Cuba mit einigen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten aufwarten kann. Santiago de Cuba ist als Ausflug von Holguin und Cayo Coco zu empfehlen.

Im ehemaligen Haus des Vizekönigs befindet sich das historische Museum von Santiago de Cuba. In diesem Museum wird dem Besucher nicht nur die Stadtgeschichte näher gebracht.

In Santiago de Cuba befinden sich die Geburtshäuser von drei berühmten Söhnen der Stadt. Zum Einen ist da das Geburtshaus von Jose Maria Heredia, welcher einer der bekanntesten kubanischen Schriftsteller ist. Zum Anderen ist das Geburtshaus von Antonio Maceo zu besuchen. Maceo ist ein Volksheld aus dem Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. Des weiteren ist das Geburtshaus von Frank Pais Garcia für Besucher geöffnet. Er ist einer der bekanntesten Revolutionäre der Stadt.

Eine Besonderheit ist auch das Museum des Karnevals. Jedes Jahr findet zwischen Februar und März in Santiago de Cuba der berühmte kubanische Karneval statt. In dem Karnevalsmuseum wird die lange Geschichte und Tradition des Karnevals in Santiago de Cuba ausgestellt.

Ein weiteres kulturhistorisches Museum ist das Museum Emilio Bacardi. Bacardi hat das Museum gegründet und das Gebäude selbst ist von Carlos Segrera errichtet worden. In dem Museum werden Exponate aus der Zeit zwischen der spanischen Eroberung und dem Unabhängigkeitskrieg ausgestellt.

Die Kaserne La Moncada ist ein nationales Symbol der Revolution Fidel Castros. Hier hat der Kampf der Revolutionäre mit dem Sturm auf die Kaserne 1953 begonnen. In der Kaserne sind Waffen, Fotos, Briefe, Dokumente und blutverschmierte Uniformen ausgestellt. Besonders gepflegt werden die Einschusslöcher.

Der Friedhof Santa Ifigenia ist neben dem Friedhof in Havanna der bekannteste des Landes. Auf diesem neoklassizistischen Friedhof aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist unter anderem der bekannte Schriftsteller und Unabhängigkeitskämpfer Jose Marti bestattet.

Nicht weit von Santiago de Cuba entfernt liegt der Nationalpark Baconao. Baconao ist nicht nur ein Ort für ausländische Besucher, der Park erfreut sich auch bei den Einwohnern von Kuba großer Beliebtheit. In dem Nationalpark haben viele Pflanzen ihre Heimat gefunden, die zum Teil nur in Baconao wachsen. In dem Park selbst sind ein Aquarium und ein botanischer Garten errichtet worden.