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Die Geschichte von Kuba

Die Geschichte von Kuba

Auf Kuba findet man sehr viele Kolonialgebäude aus der Zeit der ersten Besiedlung von Kuba durch die Spanier.

Das koloniale Erbe von Kuba:

Auf Kuba findet man sehr viele Kolonialgebäude aus der Zeit der ersten Besiedlung von Kuba durch die Spanier.

Die Insel Kuba ist bereits seit dem 6. Jahrtausend vor Christus besiedelt. In dieser Zeit sind die Guanajatabey von den Regenwäldern Südamerikas nach Kuba gezogen.

Die Guanajatabey sind von den Tainos und den Ciboney in den Westen von Kuba vertrieben worden. Die Tainos und die Ciboney haben in der zweiten Besiedlungswelle nicht nur die Vorherrschaft auf Kuba, sondern auch auf den anderen karibischen Inseln erlangt. Die Tainos sind die ersten, die auf Kuba Ortschaften gründen, da zuvor die Guanajatabey ohne festen Sitz in den tropischen Wäldern gelebt haben.

Bereits am 28. Oktober 1492, nur 16 Tage nach der Entdeckung der neuen Welt, entdeckt Christoph Kolumbus auch Kuba. Er erkundet die Südküste von Kuba, da er davon ausgeht, dass es sich bei Kuba um eine Halbinsel handelt und diese mit dem asiatischen Kontinent verbunden ist.

1509 ist Diego Velazquez de Cuellar beauftragt worden, Kuba für die spanische Krone zu erobern. Sein Ausgangspunkt ist Hispaniola, die erste spanische Kolonie in der neuen Welt, gewesen. Velazquez de Cuellar ist mit 300 Bewaffneten los gezogen, um Kuba zu erobern. Er benötigte jedoch drei Jahre um Kuba unter seine Kontrolle zu bekommen. 1514 wird von den Spaniern eine Siedlung auf Kuba gegründet, welche Havana genannt wird. Havana ist somit eine der ältesten Städte nicht nur auf Kuba, sondern der ganzen Karibik.

1513 verlegt Velazques de Cuellar die Hauptstadt von Kuba von Baracoa nach Santiago de Cuba.

Die Spanier haben die Ureinwohner versklavt. Durch die Härte bei der Arbeit auf den entstehenden Zuckerrohr und Tabak Plantagen, durch die niedrig bemessenen Essensrationen und durch die Spanier eingeschleppte Krankheiten, ist die Zahl der Ureinwohner auf Kuba sehr schnell und sehr stark gesunken. Die Spanier haben daraufhin Sklaven aus Westafrika eingekauft und zu der Arbeit auf den Zuckerrohr und den Tabak Plantagen eingesetzt.

In den folgenden Jahren ist die Insel Kuba immer wieder von Franzosen, Briten, Niederländern und Piraten angegriffen worden. Zeitweise hat sich Havana unter britischer Herrschaft befunden und Santiago de Cuba unter niederländischer.

1607 wird Havanna die Hauptstadt von Kuba.

Diese Kämpfe um Kuba haben im siebenjährigen Krieg zwischen 1756 und 1763 ihren Höhepunkt gefunden. Im siebenjährigen Krieg ist nicht nur die neue Welt ein Kriegsschauplatz. In den Krieg sind Preußen, Großbritannien, Kurfürstentum Hannover, die Irokesen, Portugal, Kurfürstentum Braunschweig, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Philippinen, Erzherzogtum Österreich, Frankreich, Russland, Schweden, Spanien, Kurfürstentum Sachsen, das Königreich Neapel und Sizilien und das Königreich Sardinien.

Im siebenjährigen Krieg erobern die Briten 1762 Kuba. Im Pariser Frieden wird Kuba wieder an die Spanier geschlagen. Die Spanier müssen im Tausch für Kuba Florida zurück an die Briten geben.

1791 findet auf Haiti ein Sklavenaufstand statt. Haiti ist zu dieser Zeit französische Kolonie. Haiti ist zu dieser Zeit die führende Weltmacht in Sachen Zucker und Kaffee. Im Zuge des Sklavenaufstands fliehen viele Franzosen nach Kuba.. Die neuen Bewohner von Kuba perfektionieren mit den Spaniern auf Kuba den Anbau von Zucker und Kaffee. In dieser Zeit ist das goldene Zeitalter von Kuba, in der Havana sogar zur drittgrößten Stadt auf dem amerikanischen Kontinent aufsteigt.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts finden in Südamerika und in Mittelamerika Unabhängigkeitskriege statt. Spanien verliert eine große Zahl seiner Besitztümer und somit wird Kuba zu Spaniens wichtigster Kolonie auf dem neuen Kontinent. Doch auch auf Kuba streben die Einwohner nach einer Loslösung von Spanien. Auf Kuba fordert ein Teil der Einwohner ein unabhängiges Kuba, ein anderer Teil die Unabhängigkeit aber unter dem Schutz der Spanier, ein weiterer Teil fordert den Anschluss von Kuba an die Vereinigten Staaten von Amerika und eine weitere Strömung in der Bevölkerung fordert das beibehalten des Status Quo.

Am 10. Oktober 1868 ruft Carlos Manuel de Cespedes auf seiner Zuckermühle zum Unabhängigkeitskrieg auf. Der Großgrundbesitzer lässt darauf hin alle seine Sklaven frei. Er wird am 10. April von der Untergrundregierung zum ersten Präsidenten von Kuba gewählt. De Cespedes wird 1874 von den Spaniern umgebacht. Er wird noch heute als Nationalheld auf Kuba verehrt. De Cespedes wird auf Kuba als der Vater des Vaterlandes bezeichnet.

Der Unabhängigkeitskrieg dauerte insgesamt dreißig Jahre. An seinem Ende 1898 hat nicht die Unabhängighängigkeit von Kuba gestanden, sondern der Anschluss an die USA, welche Kuba militärisch besetzten. 1902 wird Kuba von pro Forma von den USA unabhängig. Die neue Verfassung von Kuba erhält den Zusatz, das die USA militärisch eingreifen dürfen, wenn deren Besitz auf Kuba gefährdet ist. In dem Zusatz der Verfassung von Kuba sichern sich die USA auch das Recht zwei Militärstützpunkte auf Kuba zu betreiben. Der Stützpunkt Bahia Honda wird bereits 1913 zurück gegeben, der noch heute in Besitz der USA befindliche ist der bekannte Stützpunkt Guantanamo.

Während der pro Forma Unabhängigkeit von Kuba werden politische Entscheidungen auf Kuba mit der so genannten Kanonenboot Diplomatie gelöst. Soll mal wieder ein für die USA unangenehmer Präsident auf Kuba aus dem Amt gedrängt werden oder haben Handelsentscheidungen der Regierung von Kuba nicht den für die USA passenden Ausgang, laufen amerikanische Schiffe in den Hafen von Havanna und bedrohen Kuba. Dies ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein übliches Mittel, welches auch in anderen Regionen und von anderen Mächten eingesetzt wird.

In der Folgezeit wechselt Kuba seine Präsidenten sehr häufig. Zwei mal handelt es sich mit Gerardo Machado y Morales und Fulgencio Batista um Diktatoren, welche das Land unterdrücken.

Mit der Machtergreifung von Batista auf Kuba beginnt auch der Aufstieg eines jungen Rechtsanwaltes auf Kuba. Nachdem er Batista vor dem Obersten Gericht von Kuba verklagt hat und die Klage gegen die Machtergreifung abgewiesen wird, ruft er selbst den gewaltsamen Widerstand aus. Bei dem jungen Rechtsanwalt handelt es sich um Fidel Castro.

Die Revolution auf Kuba dauert bis zum 1. Januar 1959. An diesem Tag erobert Castro mit seinem Gefolge die Hauptstadt Havanna. Er wird am 17. Februar 1959 der Ministerpräsident von Kuba. Castro führt bereits am 17. Mai eine Agrar- und Landreform durch. Es wird Ausländern verboten Grundbesitz auf Kuba zu haben, der Großgrundbesitz wird abgeschafft und es werden Kooperativen zwangsgegründet. Dies führt dazu, dass die USA ein Handelsembargo gegen Kuba verhängen. Durch die fehlenden Importe, vor allem Öl, rückt Kuba immer weiter an die UdSSR und den damaligen Ostblock. Dies wiederum provoziert die USA um so mehr.

Eine Kontrarevolution von Exilkubanern mit der Unterstützung der USA endet am 17. April 1961 fatal für die Invasoren. Das Fiasko in der Schweinebucht beschädigt das Ansehen der USA, des CIA und des zum damaligen Zeitpunkt neu gewählten Präsidenten Kennedy erheblich.

Um eine weitere Invasion auf Kuba zu verhindern und um ein atomwaffentechnisches Gegengewicht zu den Atomraketen der USA in der Türkei und in Italien zu erzielen, verlegt die UdSSR Atomraketen nach Kuba. Die sowjetischen Atomraketen etwa 150 km südlich von Florida geben den USA den Anlass wieder auf Kuba intervenieren. Die USA verhängen über Kuba eine Seeblockade. Sie ist Bestandteil der so genannten Kuba Kriese zwischen dem 14. Oktober 1962 und dem 27. Oktober 1962. In der Folge ziehen die Sowjets ihre Atomwaffen aus Kuba ab und die USA entfernen ihre Atomwaffen aus Italien und der Türkei. Eine weitere Folge ist aber der noch weitere Zusammenschluss zwischen Kuba und der UdSSR.

In der Folgezeit beteiligt sich Kuba an diversen militärischen Konflikten des Ostblocks. So geschehen zum Beispiel in Angola und Äthiopien.

Mit der Auflösung des Ostblocks 1989 bricht über Kuba eine Wirtschaftskrise herein. Die wichtigsten Handelspartner kämpfen mit eigenen wirtschaftlichen Problemen und können Kuba nicht mehr aus politischen und taktischen Gründen stützen. Das Wirtschaftsembargo gegen Kuba trägt sein Übriges zu der Verschärfung der wirtschaftlichen Notlage bei.

Aus dieser Not heraus wird der Tourismus gefördert. Kuba ist die einzige karibische Insel, die weder Linienflüge noch Charterflüge aus den USA hat. Kuba ist somit eine Insel, die nicht wie zum Beispiel die Pazifikküste von Mexiko von amerikanischen Touristen dominiert wird. Auf Kuba finden sich hauptsächlich Spanier, Italiener, Franzosen, Briten und Deutsche.